Objekte

„Home to go“

Das „Home to go“ ist eine von mir entworfene Kofferkiste auf Rädern mit einem Zuhause drin. Ähnlich wie ein Kofferschrank konzipiert, hinterfragt das kleine Möbelstück im Aussehen einer Kommode, wie komprimierbar der Begriff bzw. das Gefühl „Zuhause“ ist.

Mit Klappen, Ausrollen und Öffnen lassen sich Küche, Esszimmer, Schlafzimmer und Arbeitszimmer, generieren. Platz für die Lieblingsdinge ist auch vorhanden. Alles steckt in der Kiste mit den Maßen 80 cm Höhe, 50 cm Tiefe und 70cm Breite. Reicht das? In ausgerollt und ausgeklappt in alle Richtungen beträgt das Konstrukt bereits die Maße 350 cm Tiefe  x 200 cm Breite und 80 cm Höhe und nimmt damit bereits 7 Quadratmeter ein. 

Ich möchte herausfinden, wie es sich mit der Kiste wirklich leben lässt und was nur in der Theorie funktionierte. Damit sind einmal die praktsischen Dinge gemeint wie „ist das Bein des Tisches doch zu wackelig?“ „Sind 50cm Tiefe zu wenig?“, „Müssen die Räder weicher oder härter sein?“. Aber auch die emotionalen Fragen. Reicht das Zuhause, in der Form des Möbels, auch wenn man kein eigenes Zimmer hat? Was macht Geruch aus? Was Menschen? Wie reagieren Menschen auf das „Home to go“? Kann man sie zum Kaffee zu sich einladen? Auf der Straße in sein Wohnzimmer? Ist Draußen mehr Zuhause mit dem eigenen Möbel als drinnen in einem anderen Zuhause mit eigenem Möbel?

Wie sehr schlägt sich Händling nieder in der Frage der Zuneigung zum Objekt? Werde ich es hassen wenn ich es die Treppen raufgeschleppt habe, aber wieder lieben wenn es dann oben ist?

Diese Fragen möchte ich mir gerne beantworten, Fehler die mir auffallen beheben und gucken wie es dann läuft. Ich möchte dass Fragen entstehen, auf die ich bisher nie kam.

Ich möchte das Projekt „Home to go“, dass kurz vor Corona entstand ausprobieren.